Gerhard Felbinger / Gerald Schwaiger: „Ich glaube, dass der Wähler reif genug ist, um selbst zu entscheiden“

Von Sandra Suppan und Pia Unger

 

Seit rund fünfunddreißig Jahren ist Gerhard Felbinger Journalist. Das Wahljahr 2015 begleitete und analysierte der aufmerksame Politikbeobachter zusammen mit dem „Steirerkrone“-Kollegen Gerald Schwaiger. Sandra Suppan und Pia Unger trafen die beiden zum Gespräch über mächtige Wähler, legendäre Kuverts und den „Spezialfall Voves“.

 

Suppan/Unger: Wer ist im Dreieck Wähler, Politik, Medien bei einer Wahl der wichtigste Player?

Gerhard Felbinger: Das ist natürlich der Wähler.

Gerald Schwaiger (nickt zustimmend)

(…)

Wie wichtig ist die Medienperformance für den Erfolg eines Politikers?

Gerald Schwaiger: Ich glaube schon, dass Politiker danach streben, häufig in den Medien vorzukommen – egal ob im Fernsehen, Radio oder natürlich auch in der Zeitung. Das ist nun einmal auch Werbung für sie.

Gerhard Felbinger: Es ist für den Bekanntheitsgrad der Politiker immens wichtig, regelmäßig in den Medien vorzukommen.

(…)

Hat Sie die Vorverlegung der Landtagswahlen überrascht? Gab es im Vorfeld Anzeichen dafür?

Es war schon so, dass die Großparteien gesagt haben, dass sie noch vor dem Sommer ihre Politik vom Wähler beurteilen lassen wollen. Man konnte schon damit rechnen, dass die Wahlen eventuell vorverlegt werden. Aber der 31. Mai war schon eine Überraschung. Dass sie so früh angesetzt werden, damit haben wir nicht gerechnet.

Hat sich die Vorverlegung stark auf den Redaktionsalltag ausgewirkt?

Nein, eigentlich gar nicht. Darauf stellt man sich ganz schnell ein.

(…)

Welches Medium war während der Wahlkampfberichterstattung am wichtigsten?

Wir. (lacht) Ich glaube, die Jungen sind eher online unterwegs, und die Älteren haben die Tageszeitung, das liegt eher am Alter. Aber ich glaube, es sind alle Medien beteiligt.

Wie wichtig war die „Steirerkrone“ im Rahmen der Gemeinde- und Landtagswahlen?

Die „Steirerkrone“ ist immer wichtig, denn sie ist mit 380.000 Lesern immerhin die zweitmeistgelesene Zeitung in der Steiermark. Wir sind schon ein Faktor in der Berichterstattung – die Politiker sehen das zumindest auch so. „Kleine“ und „Krone“ sind in der Steiermark wichtig.

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