Peter Pöschl: „Ich habe von Politik keine Ahnung gehabt“

Von Sandra Gloning und Lisa Mayrhofer

 

Peter Pöschl, geboren 1960 in Graz, war Spitzenkandidat der „Piratenpartei“ bei den Landtagswahlen. Der IT-Experte ohne politische Vorerfahrung wählte die „Piratenpartei“ aufgrund ihrer jungen und demokratischen Struktur, obwohl er mit 55 Jahren zu den Älteren in der Partei gehört. Gemeinsam mit seinen Kollegen möchte er – wie er sagt – die „starre“ österreichische Politstruktur  auflockern und dem Volk mehr Stimme geben.

 

Gloning/Mayrhofer: Wie sehr stehen Sie in Ihrer Position unter Druck?

Pöschl: Es ist natürlich eine neue Erfahrung, plötzlich so sehr in der Öffentlichkeit und der Aufmerksamkeit zu stehen und das Sprachrohr einer Partei zu sein. In unserer Partei gab es dafür aber weder ein spezielles Training, noch eine besondere Vorbereitung. Ich habe mir einige Male das Parteiprogramm durchgelesen, um nicht plötzlich mit mir nicht geläufigen Inhalten konfrontiert zu werden.

(…)

Aus wie vielen Personen bestand der inner circle der Kampagne?

Bei den Sitzungen waren es zwischen sieben und zehn Leute. Wir sind – wie gesagt – relativ wenige, die sich aktiv einbringen. In der Steiermark haben wir ungefähr, ich weiß es nicht auswendig, etwa 47 Mitglieder. Davon sind ungefähr sechs bis acht zumindest fallweise aktiv. Damit kann man nicht viel machen.

(…)

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Gibt es seit den Landtagswahlen neue oder veränderte Kommunikationsformen Ihrer Partei?

Die nächste Wahl wird die Graz-Wahl sein. Da haben wir vor einem Monat unsere Landesgeneralversammlung gehabt. Das war mehr oder weniger der Startschuss, weil in Graz wird voraussichtlich schon im Frühjahr 2017 gewählt. Da wollen wir natürlich vorbereitet sein, damit wir nachher nur noch auf einen Knopf drücken und loslegen können. Für Graz haben wir ja auch ein größeres Budget zur Verfügung, und da können wir schon ein paar Sachen machen. Wir haben ein paar Ideen in Vorbereitung, haben mit der Planung schon angefangen und werden das Ganze nach und nach soweit umsetzen, dass wir dann zwei Monate vor der Wahl loslegen können.

 

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